Die Insel Goli otok

   Goli otok ist eine der Kleininseln zwischen Lopar und dem Festland. Bekannt wurde sie als eins der berüchtigtsten politischen Gefängnisse in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg. Die ersten Sträflinge kamen 1948, geschlossen wurde es nach vier Jahrzehnten. Bereits im Ersten Weltkrieg wurden für kurze Zeit hier russische Gefangene interniert. Die schrecklichste Teil der Geschichte der Insel spielte sich zur Zeit des Kominform, zwischen 1948 und 1958 ab, als hier die Gegner des damaligen kommunistischen Regime von Tito, bzw. die Anhänger des Regimes von Stalin, als politische Häftlinge, inhaftiert und gefoltert wurden. Durch die Hölle der Insel sind mehr als 16.000 Verurteilte gegangen, 400 von ihnen sind für immer hier geblieben. Auf Goli otok wurden fürchterliche Bestrafungen praktiziert. Gehirnwäsche und Willensbrechen durch unendliche Widerholungen, alles mit dem Ziel, dass der Verurteilte seine Persönlichkeit verliert. Gleichzeitig wurden die Inhaftierten zu schwerer körperlicher Arbeit in Steinbrüchen und verschiedenen Produktionsstätten gezwungen. Zur Zeit der Ankunft der ersten Verurteilten gab es auf der Insel keinerlei Bewuchs. Bewaldet und bebaut wurde sie von den Häftlingen selbst. Starker Bora-Wind in den Wintermonaten sowie die unerträgliche Hitze im Sommer haben das ohnehin schon schwere Schicksal der Inhaftierten noch zusätzlich erschwert. Später wird das Regime auf der Insel etwas milder und es treffen auch andere Häftlinge, verurteilt für Kriminaldelikte ein. Von der Insel Goli otok zu fliehen, war praktisch unmöglich. Neben der starken Bewachung verhinderte dies auch die starke Meeresströmung und die große Entfernung zum Festland. All dies spielte sich unter größter Geheimhaltung ab, so dass ein Teil der Wahrheit erst jetzt langsam an das Tageslicht kommt.

   Heute kann man Goli otok touristisch besuchen und besichtigen. Viele Ausflugsboote fahren dorthin. Leider sind die Gebäude verkommen, aber man kann sehen, unter welchen Bedingungen die Inhaftierten dort untergebracht waren. Auf der Insel fährt eine kleine Touristenbahn und es gibt auch ein Restaurant.

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